| Seit 20 Jahren betreibt Ali Kamburoglu ein Lebensmittelgeschäft direkt neben dem U-Bahnhof Birkenstraße in Moabit. Was er in letzter Zeit beobachtet, lässt ihm keine Ruhe: Täglich müssten die Kinder aus den benachbarten Schulen die Drogenszene rund um den U-Bahn-Halt Birkenstraße passieren. Darüber hinaus verschlechtere sich die Situation für kleine Gewerbetreibende wie ihn immer mehr. Probleme, die von den großen Parteien einfach nicht angepackt würden, sagt Kamburoglu, der 1979 aus der Türkei zum Studieren nach Deutschland kam.
"Komm, Ali, du kennst doch alle, dann kannst du auch kandidieren", haben ihn seine Bekannten ermutigt. Kamburoglu ließ sich nicht lange bitten und kandidiert nun als Parteiloser im Wahlkreis Mitte. Er ist optimistisch, nach dem 17. September ins Abgeordnetenhaus einzuziehen und unter den großen Parteien ein bisschen "für Unruhe" sorgen zu können. © Tageszeitung vom 18.08.2006
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